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| Gesammelte Werke, Bd.33, Winnetous Erben
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Old Shatterhands Rückkehr
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (REAL NAME) Rezension bezieht sich auf: Gesammelte Werke, Bd.33, Winnetous Erben (Gebundene Ausgabe) "Winnetous Erben" ist so etwas wie Karl Mays "Let It Be"-Album: Am Ende einer abwechslungsreichen künstlerischen Entwicklung nimmt er noch einmal die Motive seiner Frühzeit auf, sie werden aber in den neu gewonnenen Erkenntnissen "aufgehoben" - also außer Kraft gesetzt, auf eine höhere Ebene erhoben und gleichzeitig gut aufbewahrt. Man mag neben den Beatles und Hegel auch an Spiderman 2 denken, denn so wie dieser hatte der Dichter die Rolle des Helden längst abgelegt geglaubt, wird nun aber gezwungen, noch ein letztes Mal Old Shatterhand zu sein und seinen Winnetou zu retten.
Keine falschen Hoffnungen / Befürchtungen: Winnetou ist und bleibt tot. Das Buch trug zwar ursprünglich den Titel "Winnetou IV", aber mit "Winnetou - Das Vermächtnis", einer Rückkehr des gar nicht gestorbenen Winnetou, hat das nichts zu tun. Solche Gedanken hätte May sich verbeten.
Karl May, alias Old Shatterhand wird in Briefen aus Amerika aufgefordert, nach Amerika zu kommen und der Einweihung eines Winnetou-Denkmals beizuwohnen. Daneben laden ihn seine alten Feinde, allen voran der Kiowa Tangua, zur letzten Abrechnung. May nimmt die Einladung an und reist mit seiner Frau Klara übers Meer. Der Autor verwebt dabei geschickt reale Erfahrungen seiner Amerika-Reise mit einer nicht allzu spannenden, aber im Vergleich mit seinem sonstigen Spätwerk sehr kurzweiligen Reiseerzählung. Old Shatterhand ist alt geworden, aber wenigstens eine Ohrfeige für einen frechen Mitmenschen bekommen wir zu lesen, die wir seit dem "Reich des Silbernen Löwen" seinen Jagdhieb schmerzlich vermisst haben. Am "Mount Winnetou" kommt es dann zum Show-Down mit Gegnern, die man vorher gar nicht erwartet hätte. Das Winnetou-Denkmal hat den Apatschen komplett missverstanden. Erfahrungen des Autors mit seinen Interpreten, die nur auf Action aus sind, spiegeln sich darin wider. Dagegen begegnet Old Shatterhand einem "Winnetou-Clan", der Winnetou in ganz anderer Weise ein "Denkmal" setzen will, in dem er tatsächlich wieder lebendig wird, nämlich ... aber wir wollen ja keine Details verraten. Nur soviel: Der Titel "Winnetou IV" ist ebenso berechtigt wie "Winnetous Erben". Vielleicht die einzige Reiseerzählung Karl Mays, die Liebhaber seines frühen Werkes und die seiner symbolischen Romane gleichermaßen fesselt. Da ich mich zu beiden Gruppen zähle, war es ein echter Genuss. Insofern ein sehr versöhnlicher Abschluß.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 25. August 2004 | | | | | | | |
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| Siehe auch folgende Artikel: |
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|  | | Winnetou III. Gesammelte Werke 09. Gesammelte Werke, Bd.37, Der Ölprinz Gesammelte Werke, Bd.38, Halbblut und andere Erzählu... Gesammelte Werke, Bd.34, Ich: Karl Mays Leben und Werk Unter Geiern. Gesammelte Werke Bd. 35 Gesammelte Werke, Bd.32, Der Mir von Dschinnistan
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